Pinot Noir, Pinot Gris, Pinot Blanc: Was sind die Unterschiede und welche Sorte sollte man wählen?
Drei Rebsorten, dieselbe Familie, aber drei völlig unterschiedliche Weine. Ein Rotwein, zwei Weißweine – ebenso viele Möglichkeiten, den Tisch zu gestalten. Diese drei im Elsass vorkommenden Rebsorten haben denselben gemeinsamen Ursprung, ergeben jedoch Weine mit gegensätzlichen Profilen. Pinot Noir, die einzige rote Rebsorte des Elsass, Pinot Gris besticht durch seine gastronomische Rundheit, Pinot Blanc sorgt für Leichtigkeit am Gaumen.
Wie findet man sich da zurecht? Das hängt ganz davon ab, wonach Sie suchen: einen Wein zum Aperitif? Einen Begleiter zum Essen? Oder eher einen Wein, der ein Dessert perfekt abrundet? Hier ist ein Leitfaden, der Ihnen helfen soll, den Überblick zu behalten. Wählen Sie den richtigen Pinot – ganz nach Ihren Vorlieben oder passend zu Ihrem Gericht.
Eine Familie, drei Weine: Woher kommen die Pinots?
Alles beginnt mit dem Pinot Noir, einer der ältesten Rebsorten Frankreichs, aus der im Laufe der Jahrhunderte natürliche Mutationen hervorgegangen sind. Der Pinot Blanc und der Pinot Gris sind ihre Nachkommen: Sie teilen dasselbe genetische Erbe, unterscheiden sich jedoch durch die Farbe ihrer Beeren. Schwarz beim Pinot Noir, grau-rosa beim Pinot Gris und weiß-grün beim Pinot Blanc.
Im Elsass findet diese Rebsortenfamilie ein ideales Terroir, um sich voll zu entfalten. Das trockene und sonnige Klima, verbunden mit einer großen Vielfalt an Böden – Granit, Kalkstein oder Mergel, wie bei den Grands Crus Mambourg und Zinnkoepflé –, ermöglicht es jedem Pinot, seine ganze Persönlichkeit zu entfalten. Das Know-how der elsässischen Winzer veredelt diesen natürlichen Reichtum anschließend.
Das Ergebnis: drei Pinot-Weine, drei Stile und ebenso viele Möglichkeiten, die schönsten Mahlzeiten zu begleiten.
Pinot Noir, Pinot Gris oder Pinot Blanc: Welchen soll man wählen?
Die Wahl hängt von zwei Dingen ab: davon, worauf Sie gerade Lust haben, oder davon, was Sie essen werden. So treffen Sie die richtige Entscheidung.
Ein Pinot, je nachdem, was Sie geschmacklich suchen
Einen fruchtigen und zugänglichen Rotwein? Dann der Pinot Noir.
Einen runden, komplexen Weißwein, der gut zum Essen passt und ideal zu Vorspeisen ist? Dann entscheiden Sie sich für den Pinot Gris.
Einen leichten, ausgewogenen und delikaten Weißwein? Dann entscheiden Sie sich für den Pinot Blanc.
Feine Perlage als Aperitif, wenn die Temperaturen steigen? Der Crémant Rosé als „Brut Rosé“ oder „Grand Prestige Rosé“.
Es gibt keine starren Regeln: Das Wichtigste ist, ein Gleichgewicht zwischen Wein und Gericht zu finden. Ein Pinot Gris passt zu einem Dessert mit Zitrusfrüchten, während ein Pinot Noir zu einer Käseplatte angenehm überraschen kann. Das Wichtigste zum Merken: Manchmal reicht schon ein einziges gutes Glas Wein, um ein Essen zu verfeinern.
Ein Pinot passend zum Gericht
Als Aperitif eröffnet der Pinot Blanc das Essen mit Leichtigkeit. In der spritzigen Variante passt ein Crémant Rosé sowohl zu alltäglichen Anlässen als auch zu festlichen Momenten.
Zu rotem Fleisch, gebratenem Geflügel, Wild oder kräftigem Käse bleibt der Pinot Noir die richtige Wahl. Seine feinen Tannine und seine Aromen von roten Beeren begleitendas Essen, ohne es zu dominieren.
Zu Fisch, Meeresfrüchten oder Muscheln sorgt der Pinot Blanc für die nötige Frische. Seine geschmeidige Rundheit passt perfekt zur Zartheit der jodhaltigen Speisen.
Zu Pasteten, Terrinen oder weißem Fleisch in Soße kommt der Pinot Gris zum Einsatz. Seine Struktur und seine Aromen von Unterholz finden bei diesen reichhaltigen Gerichten ihr Gleichgewicht. Zu Foie gras sollten Sie lieber einen Pinot Gris „Vendanges Tardives“ wählen, der die Fülle der Speise perfekt zur Geltung bringt.
Was den Käse angeht, kommt es ganz auf den Charakter an. Weichkäse und gereifter Käse verlangen nach einem Pinot Gris Grand Cru Mambourg oder einem Pinot Noir Exception. Zu Fondue oder Raclette ist der Pinot Blanc eine sichere Wahl, der Pinot Gris eine schöne Alternative.
Der Pinot Noir: der fruchtige Rotwein aus dem Elsass
Der Pinot Noir ergibt Weine von großer Finesse, die eher leicht und fruchtig sind. Vor allem mit Aromen von Kirsche, Himbeere und Brombeere. Die Tannine sind fein und seidig, wodurch der Rotwein im Mund niemals sehr schwer wirkt.
Bei Bestheim gibt es den Pinot Noir in verschiedenen Cuvées:
- Chasseurs de Lune: fruchtige Frische, die es zu entdecken gilt
- Rayon de Lune: Ausgewogenheit zwischen Frucht und holzigen Noten
- „Exception“: Struktur und Komplexität, alte Parzellen
- L’Impatient: Kraft und Fülle, aus dem Grand Cru Vorbourg
Der Pinot Noir beschränkt sich nicht nur auf stillen Rotwein. Er fließt auch in die Komposition unserer Crémant Rosés ein, denen er Frische, Finesse und zarte Aromen von roten Beeren verleiht. Eine weitere Möglichkeit, den ganzen Ausdruck dieser emblematischen Rebsorte zu entdecken.
Zu Tisch passt der Pinot Noir natürlich hervorragend zu rotem Fleisch, aber auch zu vielen anderen Gerichten. Generell ergeben Speisen mit delikaten Aromen oder Farbtönen, die denen des Weins ähneln, oft schöne Kombinationen. Möchten Sie noch mehr erfahren? Entdecken Sie unsere Tipps, was man zu einem Pinot Noir essen kann, und sehen Sie sich alle Möglichkeiten für Speisen- und Weinkombinationen an.
Der Pinot Gris: der runde, gastronomische Weißwein
Der Pinot Gris gehört neben dem Riesling, dem Gewürztraminer und dem Muskatellerzu den vier edlen Rebsorten des Elsass. Er bringt goldfarbene Weißweine hervor, die für ihre aromatische Fülle, ihre Rundheit und ihre Komplexität bekannt sind. In der Nase entfalten sich Aromen von Unterholz, Trockenfrüchten und, je nach Cuvée, zarten Rauchnoten oder gerösteten Haselnüssen. Am Gaumen besticht er durch seine Rundheit, seine Fülle und seine schöne aromatische Finesse. Der vielseitige Pinot Gris ist ein ausgezeichneter Tischwein.
Bei Bestheim kommt der Pinot Gris durch verschiedene Weinbereitungsstile zur Geltung, um allen Vorlieben und jedem Genussmoment gerecht zu werden.
- Trocken: Unser Pinot Gris „Exception“, der aus alten Rebstöcken stammt, besticht durch seine Ausgewogenheit, seine Vollmundigkeit und seine Frische. Er ist ein hervorragender Begleiter zu den Mahlzeiten.
- Halbtrocken: Die Pinot Gris-Weine „Chasseurs de Lune“ und „Rayon de Lune“ bieten eine schöne Rundheit, Haselnussnoten und einen angenehmen Abgang.
- Halbsüß: Unser Pinot Gris Grand Cru Mambourg offenbart die ganze Fülle seines Terroirs. Seine Süße, seine große aromatische Komplexität und sein bemerkenswertes Lagerpotenzial machen ihn zu einer außergewöhnlichen Cuvée.
Zu Tisch passt der Pinot Gris hervorragend zu Pasteten, Terrinen, weißem Fleisch in Soße und Foie gras. Um alle Möglichkeiten zu erkunden, lesen Sie unseren Leitfaden „Was passt zu einem Pinot Gris?“.
Der Pinot Blanc: der leichte und unkomplizierte Weißwein
Der Pinot Blanc ist ein Klassiker unter den elsässischen Weißweinen. Mit seiner blassgelben Farbe und den goldenen Reflexen besticht er durch sein ausdrucksstarkes Bouquet mit blumigen Noten und Aromen von weißen Früchten. Am Gaumen offenbart er eine schöne Frische, eine zarte Textur und eine Ausgewogenheit voller Finesse. Zugänglich und genussvoll – ein Wein, der sofort gefällt.
Bei Bestheim verkörpert unser „Chasseurs de Lune“ dieses zarte Profil; er reift über 6 Monate auf der Feinhefe, um an Rundheit zu gewinnen.
Zu den Mahlzeiten passt der Pinot Blanc zu leichten Gerichten: gegrilltem Fisch, Meeresfrüchten, Geflügel, Flammkuchen, Terrinen und Schnecken. Auch im Winter passt er hervorragend zu Fondue oder Raclette. Was passt zu einem Pinot Blanc? Die Kombinationsmöglichkeiten sind vielfältig.