Bei welcher Temperatur sollte man einen elsässischen Pinot Noir servieren?
Die Serviertemperatur eines elsässischen Pinot Noir ist bei der Verkostung sehr wichtig – aber wie wichtig genau? Die erste Regel, die Sie beachten sollten: Servieren Sie Ihren Pinot Noir bei einer Temperatur zwischen 14 und 16 °C und vermeiden Sie es, ihn direkt aus dem Kühlschrank zu verkosten. Entdecken Sie unsere Tipps, wie Sie ihn bei der richtigen Temperatur servieren, unter optimalen Bedingungen lagern und alle Aromen voll und ganz genießen können.
Ja, die Serviertemperatur hat einen direkten Einfluss darauf, wie Sie den Wein bei der Verkostung wahrnehmen. Der Pinot Noir ist eine delikate Rebsorte, die für ihre Finesse bekannt ist. Die Serviertemperatur beeinflusst seinen Ausdruck stark: Wird er zu kalt oder zu warm serviert, kann er seine Aromen und seine Ausgewogenheit nicht voll entfalten.
Mit ein paar einfachen Grundsätzen können Sie Ihren elsässischen Pinot Noir von Bestheim in vollen Zügen genießen: die richtige Temperatur beim Servieren, das Belüften des Weins sowie die Lagerbedingungen vor und nach dem Öffnen. Wir erklären Ihnen alles.
Was ist die ideale Serviertemperatur für einen Pinot Noir?
Die Antwort ist einfach: zwischen 14 und 16 °C. In diesem Bereich entfaltetder Pinot Noir am besten seine Aromen von roten Früchten, seine Frische und die Finesse seiner Tannine. Aber Sie haben nicht unbedingt ein Thermometer zur Hand, um den Wein zu verkosten, und beim Essen wirkt das zudem unpassend.
Aber was bedeutet eine Temperatur von 14 bis 16 °C für einen Pinot Noir? Idealerweise sollten Sie die Temperatur Ihrer Flasche an den Lagerort anpassen. Ist der Wein zu warm, reicht in der Regel ein kurzer Aufenthalt im Kühlschrank aus. Öffnen Sie die Flasche anschließend etwa fünfzehn Minuten vor der Verkostung, damit sich der Wein voll entfalten kann. Nach dem Einschenken helfen einige kreisende Bewegungen im Glas ebenfalls dabei, seine gesamte Aromapalette zu offenbaren.
Diese Rebsorte reagiert besonders empfindlich auf die Serviertemperatur. Ist Ihr Wein zu kalt, verschließt er sich, es werden weniger Aromen freigesetzt und die Tannine wirken kräftiger. Ist der Wein hingegen zu warm, dominiert der Alkohol und der Wein verliert seine Ausgewogenheit.
Achten Sie auf zwei häufige Fallstricke:
- Der Kühlschrank: Ein Pinot Noir, der bei 6 oder 8 °C serviert wird, verliert einen Großteil seiner aromatischen Ausdruckskraft.
- Raumtemperatur: In einem auf 20 oder 22 °C beheizten Raum wirkt der Wein schwerer und weniger frisch.
So erreichen Sie die richtige Temperatur:
- Wenn die Flasche zu warm ist, stellen Sie sie 30 Minuten lang in den Kühlschrank oder in einen Eimer mit kaltem Wasser.
- Ist sie zu kalt, nehmen Sie sie etwa 1 Stunde vor dem Servieren in einen Raum mit angenehmer Temperatur.
Bei Bestheim entfalten unsere Pinot Noir-Weine „Chasseurs de Lune“, „Rayon de Lune“, „Exception“ oder „L'Impatient“ ihr volles Aroma bei 14 bis 16 °C.
Hinweis: Die aus Pinot Noir hergestellten Crémants d’Alsace Rosé werden kühler, bei 7 bis 9 °C, genossen.
Wie lässt man einen Pinot Noir vor dem Servieren atmen?
Öffnen Sie die Flasche vor der Verkostung 10 bis 15 Minuten im Voraus. Dieser Kontakt mit der Luft mildert die Tannine und setzt die Aromen von roten und schwarzen Beeren im Wein frei. Für eine schnellere oder intensivere Belüftung können Sie den Wein in eine Karaffe umfüllen. Dies wird als „Dekantieren“ bezeichnet.
Nicht zu verwechseln mit dem Dekantieren, bei dem der Wein von seinem Bodensatz getrennt wird (was bei einem jungen Pinot Noir selten vorkommt). Das Umfüllen in eine Karaffe ist oft die richtige Wahl für einen elsässischen Pinot Noir und sorgt zudem für einen ästhetischen Akzent, wenn Sie eine schöne Karaffe haben!
Der Belüftungsbedarf hängt von der jeweiligen Cuvée ab. Ein junger, fruchtiger „Chasseurs de Lune“ lässt sich oft schon direkt nach dem Öffnen genießen, ohne besonders lange Belüftung. Eine strukturiertere Cuvée wie „L’Impatient“ aus dem Grand Cru Vorbourg gewinnt durch mindestens 15 Minuten in der Karaffe, um ihre ganze Tiefe zu entfalten.
Lagerfähigkeit der Pinot Noir Bestheim?
Der elsässische Pinot Noir ist kein Wein, den man 20 Jahre lang im Keller liegen lassen sollte. Rechnen Sie für alle unsere Cuvées mit einer Lagerzeit von 2 bis 5 Jahren, um ihre Fruchtigkeit und ihre seidigen Tannine voll und ganz genießen zu können.
Auch die Crémants d’Alsace Rosé, wie unser Brut Rosé oder Grand Prestige Rosé, sind keine Weine, die man im Keller liegen lassen sollte. Maximal 2 Jahre! Sie sollten jung getrunken werden, um die feinen Perlen und die Frische zu bewahren.
Auch der Jahrgang spielt eine Rolle. Warme und trockene Jahre bringen strukturiertere Pinot Noir hervor, die länger reifen können. Kühler Jahre betonen die Fruchtigkeit und Frische – diese Weine sollten schnell getrunken werden.
Wie lagert man einen Pinot Noir?
Um Ihre Flasche optimal zu lagern, gibt es zwei unterschiedliche Vorgehensweisen, je nachdem, ob sie geöffnet ist oder nicht.
Vor dem Öffnen:
- Stabile Temperatur zwischen 10 und 14 °C: Der Wein mag keine Temperaturschwankungen! Auch wenn es etwas wärmer ist als empfohlen, ist die Temperaturstabilität der wichtigste Faktor für die Lagerung!
- Vor Licht geschützt: UV-Strahlung zersetzt die Aromen, wodurch der Wein seinen Charakter verliert. Lagern Sie die Flaschen nicht liegend, damit der Korken nicht austrocknet.
- Keine Temperaturschwankungen (beschleunigen die Oxidation), nicht im Kühlschrank (zu kalt, zu trocken, Vibrationen)
Idealerweise lagern Sie Ihren Pinot Noir in einem Weinkeller oder an einem Ort im Haus, an dem die Temperatur kühl und konstant bleibt. Ist dies nicht möglich, wählen Sie einen Ort, der vor Hitze und Temperaturschwankungen geschützt ist, wie beispielsweise einen Vorratsraum, einen Schrank oder eine gut isolierte Garage.
Nach dem Öffnen:
Sobald die Flasche geöffnet ist, beginnt der Wein zu oxidieren. Verschließen Sie die Flasche luftdicht (mit dem Originalkorken, sofern dieser intakt ist, oder einem luftdichten Weinkorken) und stellen Sie sie in den Kühlschrank. Ein geöffneter Pinot Noir ist 2 Tage haltbar, unter optimalen Bedingungen 5 Tage. Die Aromen entwickeln sich von Tag zu Tag weiter: Die Fruchtigkeit lässt nach, der Wein wird verschlossener.
Elsässer Pinot Noir: unsere besten Speisen- und Weinkombinationen
Der Pinot Noir ist einer der vielseitigsten Rotweine zu den Mahlzeiten. Dank seiner feinen Tannine und seiner natürlichen Frische passt er sowohl zu Fleischgerichten als auch zu bestimmten gereiften Käsesorten.
Die klassischsten Kombinationen sind nach wie vor:
- Gebratenes oder gegrilltes Geflügel, mageres rotes Fleisch, Wildgeflügel
- Schmorgerichte mit Pilzen
- Reife Hartkäse
Bei Bestheim passt ein Pinot Noir von den Chasseurs de Lune hervorragend zu gebratenem Geflügel oder einer Wurstplatte. Strukturiertere Cuvées wie unser „Exception“ oder „L’Impatient“ passen natürlich hervorragend zu einem Stück Rindfleisch, einer Entenbrust oder Wild.
Weitere Informationen finden Sie in unserem umfassenden Leitfaden: Was passt zu einem Pinot Noir? sowie in unseren Tipps für Wintergerichte wie Fondue und Raclette.
Was sind Tannine im Rotwein?
Tannine sind Verbindungen, die natürlicherweise in der Schale, den Kernen und manchmal auch in den Stielen der Trauben vorkommen. Sie verleihen dem Wein Struktur und sorgen für ein angenehmes Mundgefühl. Der Pinot Noir zeichnet sich durch meist feine und seidige Tannine aus.
Pinot Noir oder Pinot Gris: Welchen soll man wählen?
Der Pinot Noir ist ein fruchtiger Rotwein, der ideal zu rotem Fleisch, Wurstwaren oder bestimmten Käsesorten passt. Der Pinot Gris ist ein vollmundigerer Weißwein, der oft zu weißem Fleisch, Gerichten mit Soße oder Foie gras gereicht wird.