Das Einmaleins der elsässischen Weine!
Geschichte, Eigenschaften, Bekanntheit: Wir geben Ihnen einen Überblick über alles, was Sie über dieelsässischen Weinewissen müssen, damit Sie sie besser kennenlernen und genießen können!
Das elsässische Weinbaugebiet: Eine Geschichte und ein Ruf, die schon lange zurückreichen
Das trockene und sonnige Elsass bietet sehr günstige Bedingungen für den Weinbau. Einigen Historikern zufolge sollen die Römer den Weinbau ins Elsass gebracht haben, während andere eher die Zeit des Frühmittelalters als Ursprung annehmen.
Der Weinbau blühte anschließend unter dem Einfluss der Mönchsorden und insbesondere der Karolinger auf. Die im Mittelalter sehr renommierten Elsässer Weine waren begehrt: Ihre Qualität wurde von den elsässischen Winzern gewährleistet, die rasch Regeln für die Auswahl und die Produktion festlegten. Im 16. Jahrhundert erstreckte sich das Anbaugebiet der elsässischen Weine somit über eine Fläche, die doppelt so groß war wie die heutige Rebfläche.
Nach dem Dreißigjährigen Krieg war ein großer Teil der Rebflächen zerstört.Der langwierige Wiederaufbau des elsässischen Weinbaus wurde kurz nach dem Ersten Weltkrieg abgeschlossen und vor allem nach 1945 vorangetrieben, als eine Qualitätspolitik eingeführt wurde. Diese fand 1962 ihren Höhepunkt, als die A.O.C. Alsace vom Institut National des Appellations d’Origine Contrôlées anerkannt wurde. Es folgten 1975 die A.O.C. „Alsace Grand Cru “ und 1976 die A.O.C. „Crémant d’Alsace“.
Die Rebfläche betrug im Jahr 2013 mehr als 15.000 Hektar, was im Vergleich zu den anderen großen französischen Weinbaugebieten eine bescheidene Größe darstellt.
Die Weine des Elsass: Typologie und Besonderheiten
Eine der Hauptbesonderheiten der elsässischen Weine besteht darin, dass sie alle – mit Ausnahme des Edelzwickers (bei dem es sich um eine Cuvée handelt) – aus sortenreinen Trauben hergestellt werden.
Die im Elsass zugelassenen Rebsorten sind:
- Der Riesling, die charakteristischste Rebsorte, aus der sowohl trockene, gut alterungsfähige Weine als auch liebliche Weine (Spätlesen) entstehen
- Der Pinot Blanc und der Auxerrois, die insbesondere bei der Herstellung des Crémant d’Alsace zum Einsatz kommen
- DerGewürztraminer mit seinem kräftigen Charakter, eine Rebsorte, die in Frankreich nur im Haut-Rhin, im Bas-Rhin und an der Mosel zugelassen ist
- Der Pinot Gris, früher auch als „Tokajer aus dem Elsass“ bekannt
- Der Pinot Noir, die einzige rote Rebsorte im elsässischen Weinbaugebiet
- Der Sylvaner und der Muskateller
- Einige weitere Rebsorten, die auf kleinen Flächen angebaut werden, wie zum Beispiel der Savagnin Rose, der für die kommunale Herkunftsbezeichnung „Klevener de Heiligenstein“ verwendet wird
Die Produktion der elsässischen Weine besteht somit im Wesentlichen aus Weißweinen und Schaumweinen, wobei der Pinot Noir nur 12 % der Gesamtmenge ausmacht.
Die Herkunftsbezeichnung „Alsace Grands Crus“: Exzellenz und Renommee
51 Lagen des elsässischen Weinbaugebiets, die überwiegend im Haut-Rhin liegen, wurden alsGrands Crus klassifiziert, mit Parzellen einer Fläche von 3 bis 80 Hektar. Ursprünglich sind in den AOC „Alsace Grand Cru“ in der Regel nur vier Rebsorten zugelassen: Riesling, Gewürztraminer, Pinot Gris und Muskateller. Es gibt jedoch Ausnahmen für dieGrands Crus: So sind Rebsortenmischungen im Altenberg de Bergheim und im Kaefferkopf erlaubt, während der Sylvaner im Zotzenberg zugelassen ist.
Dieelsässischen Grands Crus, die regelmäßig bei internationalen Wettbewerben ausgezeichnet werden, sind rassig und elegant und werden auch weiterhin für Aufsehen sorgen!